Vorsicht: Angebliche Notfall-Sanitäre nehmen Kunden aus

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Angebliche Notfall-Sanitäre nehmen Kunden aus:
Link: SRF Espresso Beitrag vom 28.01.2019

Beim stöbern im Internet entdeckt…

Die Geschichte der Toilette

Vom Donnerbalken zum Hightech-WC

Die Toilette ist heute selbstverständlich. Lesen Sie hier, was Menschen vor der Erfindung der Toilette mit ihren Fäkalien machten und wie die ersten WC’s aussahen.

Donnerbalken, Abort, stilles Örtchen, Klo(sett), Latrine, WC, 00, Spiegelbude, Lokus, Pott, Bedürfnisanstalt, Sch…haus – die Liste der Bezeichnungen ist lang. Doch woher kommt eigentlich das Wasser-WC wie wir es heute kennen, und wie haben Menschen vorher ihre Notdurft verrichtet?

Toiletten sind für uns heute so selbstverständlich, dass wir keinen Gedanken daran verschwenden. Doch es war ein langer, geruchsintensiver Weg bis zum heutigen WC – dem Water Closet.

Der Begriff „Toilette“ kommt vom französischen „toile“ (Tuch). Mit Toilette war nicht nur die sanitäre Vorrichtung gemeint, sondern der Vorgang des Schminkens, Frisierens und Ankleidens. Im Ankleidezimmer verrichteten die Hofdamen im 18. Jahrhundert ihre Notdurft auf dem sog. Leibstuhl, einem Stuhl mit eingebautem Nachttopf zur Aufnahme von Fäkalien.

Die Vorreiter der Antike

Die Griechen und die Römer waren auf diesem Gebiet – so wie auch auf vielen anderen – Vorreiter. Die Griechen bauten vor etwa 2.500 Jahren Toiletten und Abwassersysteme, und auch die Römer kannten Latrinen. Die Abflüsse mündeten in großen Kloaken. Zum Abwischen wurden Stofffetzen oder Schwämmchen verwendet. Die heutige Privatheit kannten die Menschen dabei früher nicht. Für sie war es ganz normal, sich in geselliger Runde zu entleeren. Dabei wurden sogar wichtige Geschäfte gemacht, daher auch der Ausdruck „ein Geschäft machen“.

Mittelalter und Renaissance

Die fortschrittlichen Abwassersysteme gerieten mit dem Untergang der Antike in Vergessenheit. Die Europäer des Mittelalters und der Renaissance kannten keine Klosetts. Sie verrichteten ihre Notdurft im Freien oder kippten den Inhalt ihrer Nachttöpfe auf die Straße. Außerdem gab es sogenannte Abtritterker. Dies waren Erker mit Bodenöffnungen, welche direkt ins Freie führten. So entstand nicht nur ein bestialischer Gestank, sondern es kam auch zu vielen Seuchen, wie etwa der Cholera.

Das erste WC der Welt

Im Jahr 1810 gab es in England das erste WC und es entstanden Abwassersysteme. Allerdings wurden die Fäkalien durch Rohre direkt in die Flüsse geleitet, was natürlich negative Auswirkungen hatte. Erst ab Mitte des 19. Jahrhunderts ging man dazu über Trink- und Abwasser voneinander zu trennen, und somit die Ausbreitung von Seuchen einzudämmen. Ende des 19. Jahrhunderts wurden die Kläranlagen erfunden.

Das heutige WC

Heute gibt es alle möglichen Formen des WCs – Tiefspüler, Flachspüler, Kaskaden-WC (Kreuzung aus Tief- und Flachspüler), oder die Hocktoilette, besser bekannt als „Plumpsklo“. Der Umgang mit dem Geschäft ist deshalb selbstverständlich geworden und heute kaum noch ein Thema.

Perfektioniert haben das Wasserklosett mit Sicherheit die Japaner. Hier findet man wahre Hightech-WCs, die sog. Washlets. Diese Toiletten haben eine Bidetfunktion, wobei Wassertemperatur und –druck selbst bestimmt werden können, und die Toilettenbrille ist beheizt. Oft gibt es außerdem eine Massagefunktion, automatische Spülung und ein Warmluftgebläse. Darüber hinaus gibt es seit einiger Zeit die Möglichkeit, erhöhte Blutzuckerwerte im Urin über Sensoren feststellen zu lassen oder Blutdruck und Körperfettanteil zu messen.

Der Welttoilettentag

Der 19. November ist Welttoilettentag. Er wurde von der Welttoilettenorganisation ins Leben gerufen, und wird auch von den Vereinten Nationen mitgetragen. Er soll darauf aufmerksam machen, dass noch immer ein großer Teil der Weltbevölkerung über keine oder nicht ausreichend hygienische sanitäre Einrichtungen verfügt, was gesundheitliche Auswirkungen hat.

Das Nachttopfmuseum

Einen guten Überblick über die Kulturgeschichte des Nachttopfs gibt das Nachttopfmuseum in München. Zu sehen sind mehr als 8000 Exponate aus aller Welt.

Nachttopfmuseum, Böcklinstraße 30, 80638 München

Quelle: www.suite101.de

 

Trinkwasseranalyse mit positivem Resultat

27.11.12 20 Minuten Online ‐ «Unser Trinkwasser ist besser denn je»

«Unser Trinkwasser ist besser denn je»

von A.Bättig ­ Der «Kassensturz» hat das Trinkwasser von 50 Schweizer Städten analysiert – und darin Pestizide, Medikamente und Rostschutzmittel gefunden. Kein Grund zur Sorge, sagt Toxikologe Lothar Aicher.

Lothar Aicher ist Experte für Regulatorische Toxikologie. Er arbeitet im
Schweizerischen Zentrum für Angewandte Humantoxikologie an Universität Basel.

Herr Aicher, der Kassensturz berichtete Anfang Woche über Rückstände verschiedener Medikamente und Chemikalien im Trinkwasser. Ökotoxikologin Nathalie Chèvre befürchtet gar, dass dies langfristig für den Menschen Folgen haben könnte. Wie gefährlich sind diese Stoffe?

Lothar Aicher: Es gibt keine Hinweise, dass die extrem niedrigen nachgewiesenen Konzentrationen dieser Stoffe gesundheitsschädlich sind. Ausserdem zeigt die Studie nichts Neues. Chemikalien gab es schon immer in unserem Trinkwasser. Heute sind die Analysemethoden allerdings so gut, dass man selbst kleinste Mengen nachweisen kann.

Wo stehen wir heute in dieser Entwicklung?

Die Methoden werden kontinuierlich verfeinert. In Zukunft können Stoffe in noch niedrSigenedren Konzentrationen nachgewiesen werden. Allein der Nachweis eines Stoffes sagt jedoch noch nichts darüber aus, ob er gesundheitsschädlich ist. Jede Verunreinigung, die verhindert werden kann, soll verhindert werden. Neue Techniken und neue Vorschriften haben dazu geführt, dass unser Trinkwasser heute besser ist denn je.

Die Studie aber besagt, dass nicht einzelne Stoffe, sondern gewisse Kombinationen einen negativen Effekt auf den Menschen haben könnten.
Solche Mischungseffekte sind wissenschaftlich interessant. Aber im Fall des Trinkwassers sind die Konzentrationen zu gering, so dass auch von Mischungen keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen zu erwarten sind.

Können sich diese Medikamente und Chemikalien auf Dauer nicht im Körper ansammeln und nach Jahrzehnten doch noch einen Effekt haben?
Der menschliche Körper verfügt über Schutzmechanismen gegen solche Stoffe. Durch den ständigen Abbau werden die Stoffe unschädlich gemacht und ausgeschieden.

Wie weit entfernt von einer gesundheitsschädlichen Konzentration sind wir denn?
Das kommt auf den Stoff an. Generell kann man aber sagen, dass die meisten Stoffe 10’000 bis 100’000-fach unter dem Grenzwert liegen, der als gesundheitsschädlich gilt.

Neben Medikamenten und Chemikalien sollen sich speziell Hormone im Trinkwasser negativ auf den Körper auswirken. Schuld daran soll die Anti­Baby­Pille sein. Was sagen sie dazu?
Die Diskussion entsteht vor allem dadurch, dass Hormone im Abwasser gemessen werden. Für das Trinkwasser konnten keine gesundheitsschädlichen Hormonkonzentrationen nachgewiesen werden.

Und dann wären da noch die PET­Flaschen, die Stoffe ans Wasser abgeben sollen, die wie Östrogene wirken und die männliche Fruchtbarkeit schädigen könnten – ein Mythos?
Das Bundesamt für Gesundheit hat letztes Jahr in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Öko-Toxikologie eine Studie veröffentlicht, die sagt, dass die Hormonmengen in abgefüllten Mineralwassern für die Verbraucher kein Gesundheitsrisiko darstellen.

Die Kläranlagen in der Schweiz können Chemikalien und Medikamente-Rückstände nicht restlos aus dem Abwasser herausfiltern. Doch Keime machen sie unschädlich, wie hier in der Abwasserreinigungsanlage ARA in Dietikon.

Auf ganz andere Wasser-Reinigungs-Methoden müssen Menschen in der dritten Welt zurückgreifen. Hier wird das Wasser mit Hilfe der Sonne keimfrei gemacht. Dabei wird verkeimtes Wasser in transparente PET- oder Glasflaschen gefüllt und während 6 Stunden an die Sonne gelegt. In dieser Zeit töten die UV-Strahlen der Sonne Durchfall erzeugende Krankheitskeime ab.